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Woche ab dem 5. Mai 2008
Wochenrückblick
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Schlüsselfaktoren im Devisenmarkt: Die Europäische Zentralbank und die Bank of England liessen in dieser Woche ihre Leitzinsen unverändert. Der USD stieg gegenüber dem EUR auf ein Zweimonatshoch, obwohl der Ölpreis fast täglich einen neuen Rekordstand erreichte. Der USD-Anstieg ergab sich aus der Euphorie über das mutmassliche Ende der Finanzkrise und die geänderte Geldpolitik des Fed-Offenmarktausschusses und der EZB.
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Euro: Ein Rekordstand der Ölpreise, ein Produzentenpreisindex, der sich fast auf seinem Höchststand befindet, und ein harmonisierter Verbraucherpreisindex, der einen ganzen Prozentpunkt über dem EZB-Zielsatz liegt, lassen Trichet nicht von seiner restriktiven Haltung abweichen, obwohl er die schwächere Geschäftstätigkeit der jüngsten Bekanntgaben eindeutig anerkannte. Wie erwartet beschloss die EZB, die Zinsen unverändert auf 4,0% zu belassen. Überraschend schwache Stimmungszahlen und das niedrige Wachstum belasteten den EUR in diesem Monat stark. Die deutsche Produktion im Verarbeitungssektor befand sich auf dem tiefsten Stand seit sechs Monaten, während die Einzelhandelsumsätze der Eurozone um 1,6% J/J auf einen Wert nachgaben, den man bisher noch nicht erlebt hatte.
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Schweizer Franken : Der CHF schloss gegenüber dem EUR kaum verändert, obwohl er während der Woche wegen der erneuten Popularität von Carry Trades deutlich rückläufig gewesen war. Im April wurde der KPI etwas unter den Prognosen veröffentlicht. Die Arbeitslosigkeit betrug 2,6% und wirkte sich fast überhaupt nicht auf den Handel aus, der nach wie vor von spekulativen Carry Trades bestimmt wird. Der CHF konnte einige seiner Verluste wettmachen, als der US-Aktienmarkt zur Wochenmitte in Schwierigkeiten geriet.
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U.S. Dollar: Die Meinung, dass die Finanzkrise grösstenteils überstanden ist und dass sich die US-Wirtschaft in besserer Verfassung befindet als weithin angenommen, stützte den USD stark, sodass er seine Rally der letzten Woche fortsetzen konnte. Die Konjunkturzahlen weisen noch immer auf eine schwache Konjunktur hin. Eine Ausnahme stellt der ISM-Index des Dienstleistungssektors dar, der mit einem Stand von 52,0 positiv überraschen konnte. Damit erreichte die Dienstleistungsumfrage erstmals in diesem Jahr den expansiven Bereich. Der Index ergänzte die positiven Auswirkungen der letztwöchigen Beschäftigungszahlen ohne den Agrarsektor, die lediglich um 20.000 Stellen gefallen waren. Weiterhin schwach tendieren die anstehenden Eigenheimverkäufe, die wie erwartet um 1% nachgaben. Die Handelsbilanzzahlen werden am Ende der Woche bekannt gegeben. Wahrscheinlich spiegeln sie im März den hohen Ölpreis wider, sodass ein höheres Defizit zu erwarten ist.
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Britisches Pfund : GBPUSD fiel auf den niedrigsten Stand seit 2,5 Monaten, während das GBP seine am Ende der letzten Woche erzielten Gewinne gegenüber dem EUR überwiegend verteidigen konnte. Die BoE entschied sich, die Zinsen unverändert bei 5,0% zu belassen. Wie üblich wurde nach der Verkündung des unveränderten Zinsentscheids keine Stellungnahme veröffentlicht. Hinsichtlich der Konjunkturzahlen hatte es das GBP in dieser Woche schwer. Die Händler waren daher vor dem Zinsentscheid nervös und befürchteten eine überraschende Zinssenkung der Zentralbank. Die CIPS-Umfrage im Dienstleistungssektor lag ebenso wie die Industrieproduktion deutlich unter den Erwartungen. Nationwide meldete ein historisches Tief des Verbrauchervertrauens.
Schlüsselfaktoren für die kommende Woche
- Euro-Zone: Man beobachtet den HVPI und das BIP im 1. Quartal auf Anzeichen einer sinkenden Inflation bei rückläufigem Wachstum. Dies ist interessant, weil die Händler nach Anzeichen suchen, dass die weltweite Wachstumsabschwächung Europa erreicht hat und letztendlich die Geldpolitik der EZB beeinflussen wird.
- Schweiz: In dieser Woche werden das Schweizer Verbrauchervertrauen und die Einzelhandelsumsätze veröffentlicht. Für CHF-Händler werden sie praktisch keine Rolle spielen. Wahrscheinlich werden weiterhin Carry Trades den Handel bestimmen.
- Vereinigte Staaten: Die Händler erhalten in dieser Woche nach langer Wartezeit einige bedeutende US-Konjunkturzahlen. Man rechnet damit, dass die Inflation, die Einzelhandelsumsätze und die Hausbaubeginne auf eine stagnierende Konjunktur hindeuten. Die Einzelhandelsumsätze sollten unverändert bleiben, während der Konsumentenpreisindex wie im Vormonat auf hohen 0,3% liegen dürfte. Das Industriewachstum und die Hausbaubeginne sollten die schwierige Lage widerspiegeln.
- Grossbritannien: Die BoE wird ihren Inflationsbericht publizieren und die Händler werden versuchen, daraus die zukünftige Geldpolitik abzuleiten. Bisher geht man am Markt davon aus, dass die BoE auf ihrer nächsten Sitzung die Zinsen senken wird. Der Gesamtwert der Produzenten- und Konsumentenpreise wird ebenso wie die Arbeitsmarktstatistik veröffentlicht.
Aktuelle Wirtschaftsdaten
USD April ISM-Index für den Dienstleistungssektor - Index |
52,0 |
49,0 |
49,6 |
CHF April KPI - J/J, % |
2,3 |
2,4 |
2,6 |
EUR April Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor - Index |
52 |
51,8 |
51,6 |
GBP April CIPS Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor - Index |
50,4 |
51,6 |
52,1 |
EUR März Produzentenpreisindex - J/J, % |
5,7 |
5,6 |
5,3 |
GBP April Nationwide Verbrauchervertrauen - Index |
70 |
-- |
77 |
GBP März Industrieproduktion - J/J, % |
0,2 |
0,8 |
1,2 |
EUR März Einzelhandelsumsätze - J/J, % |
-1,6 |
-- |
1,0 |
USD März Anstehende Eigenheimverkäufe - M/M, % |
-1,0 |
-0,6 |
-1,9 |
USD März Verbraucherkredite - Mrd., USD |
15,29 |
6,3 |
6,54 |
CHF April Arbeitslosigkeit - % |
2,6 |
-- |
2,6 |
GBP Mai Geldpol. Ausschuss der BoE - % |
5,0 |
5,0 |
5,0 |
EUR Mai Geldpol. Ausschuss der EZB - % |
4,0 |
4,0 |
4,0 |
USD März Handelsbilanz - Mrd., USD |
-58.21 |
-61,3 |
-62,3 |
Erwartete Wirtschaftsdaten
12.05 |
CHF Mai Feiertag |
-- |
-- |
12.05 |
GBP April PPI, Faktorpreise - J/J, % |
-- |
6,2 |
12.05 |
GBP März Handelsbilanz - Mrd. GBP |
-- |
-7,487 |
13.05 |
GBP April KPI - J/J, % |
-- |
2,5 |
13.05 |
USD April Einzelhandelsumsätze - M/M, % |
0 |
0,2 |
14.05 |
GBP April Anträge auf Arbeitslosenunterstützung - Tsd. |
-- |
-1,2 |
14.05 |
EUR März Industrieproduktion - M/M, % |
-- |
0,3 |
14.05 |
USD April KPI - M/M, % |
0,3 |
0,3 |
15.05 |
EUR BIP 1. Quartal - J/J, % |
-- |
0,4 |
15.05 |
EUR April HICP/HVPI - J/J, % |
-- |
3,6 |
15.05 |
USD April Industrieproduktion - M/M, % |
-0,2 |
0,3 |
16.05 |
CHF März Einzelhandelsumsätze - J/J, % |
-- |
7,6 |
16.05 |
EUR März Handelsbilanz - Mrd., EUR |
-- |
0,8 |
16.05 |
USD Mai Hausbaubeginne - Tsd. |
935 |
947 |
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